
Chris Paul
Dazugehören
Dazugehören ist ein menschliches Grundbedürfnis. Und doch erleben viele Menschen Ausgrenzung, Beschämung oder Abwertung. Was können wir – in unseren beruflichen Rollen und im Alltag – konkret tun, um diskriminierendes Denken und Handeln sichtbar zu machen? Welche Grundlagen brauchen wir, damit Verachtung und Entwertung keinen Raum mehr haben?
Chris Paul zeigt eindrücklich: Diskriminierende Strukturen und Machthierarchien wirken oft übermächtig und selbstverständlich. Doch sie sind nicht das Maß aller Dinge. Ausgrenzung ist kein „natürliches“ Verhalten – sie wird gelernt. Und sie kann eben auch wieder verlernt werden.
Statt Menschen auf einzelne Merkmale zu reduzieren, setzt sie auf eine konsequente Orientierung an der ganzheitlichen individuellen Persönlichkeit. Handlungsweisen, die auf der Anerkennung von Menschenwürde, auf Vielfalt und Solidarität basieren, kommen dabei allen zugute. Gerade in pädagogischen, sozialen oder leitenden Funktionen – und letztlich in jedem zwischenmenschlichen Kontext – tragen wir Verantwortung. Denn: „Wir können nicht nicht verantwortlich sein.“
In ihrem Buch verbindet Chris Paul fundiertes Wissen mit eindrücklichen Gesprächsausschnitten von Menschen, die Diskriminierung erfahren haben. Zahlreiche Übungen laden dazu ein, sich auch mit eigenen Erlebnissen von Beschämung und Ausgrenzung auseinanderzusetzen und die eigene Haltung zu reflektieren.
Das Buch wie unser Salonabend sind ein inspirierendes und ermutigendes Plädoyer für Verantwortungsübernahme, Empathie und die konsequente Anerkennung der Menschenwürde – für alle, die nicht wegsehen, sondern gestalten wollen.
Chris Paul ist Soziale Verhaltenswissenschaftlerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Trauerberatung. Sie leitet das TrauerInstitut Deutschland und ist eine gefragte Gastdozentin und Speakerin im deutschsprachigen Raum. Die Bedeutung von solidarischem Zusammenstehen, aber auch die Folgen von Stigmatisierung und Ausgrenzung auf existenzielle Krisen sind prägend für ihre Veröffentlichungen.
Bildnachweis: Birgitta Leber
Das Buch ist bei Vandenhoeck-Ruprecht erschienen.
Der Salon ist ein ganz besonderer Kulturgenuss, der über die Eintrittsgelder finanziert wird und keine öffentlichen Zuschüsse hat. Das Eintrittsgeld ist eine Umlage der Kosten. Für alle Menschen „auf der Bühne“ stellen wir Honorare und Reisekosten zur Verfügung. Selbstverständlich übernehmen wir auch die vorgeschriebenen Sozialabgaben. Das Team des Salonfestivals arbeitet ehrenamtlich.
Alle Gastgeber öffnen das Haus und laden ihre Gäste im Anschluss zu einem geselligen Beisammensein mit Brot und Wein o.ä. ein. Sie gestalten den Rahmen und die kleine Bewirtung. Wir bedanken uns bei allen Gastgeberinnen und Gastgebern für dieses besondere Engagement und die großzügige Einladung. Übrigens: Gastgeberin oder Gastgeber kann eine Jede oder ein Jeder sein. Das Salonfestival ist bundesweit unterwegs. Salon geht immer und überall.
